Familie

Familie ist so ein großes Wort… Was ist Familie? Die Freundin, die immer für mich da ist, oder ein Bruder, der – beim vollen Besitz seiner körperlichen Kräfte – seit Jahren nicht arbeiten will und erwartet, dass alle ihn erstens bedauern, und zweitens ihm Geld geben?
Man sagt, Familie sucht man sich nicht aus. Nun, ich denke, das ist so nicht ganz richtig. Klar, man kann sich nicht aussuchen, mit wem man verwandt ist. Aber Familie heißt nicht automatisch und nicht nur verwandt. Meine Familie, das sind –  neben den zwei wichtigsten Menschen an meiner Seite – meine treuen, guten Freunde. Auf sie kann ich immer zählen. Sie sind immer da, im Guten und im Schlechten. Das sind aber auch die Geschwister, die mich lieben, weil ich ich bin, und nicht meinen Lebenszweck darin sehen, für ihren Lebensunterhalt zu sorgen.

Familie – das ist mein Mann. Der beste Mann auf der Welt. Er versteht mich, auch wenn ich mich selbst nicht verstehe. Er unterstützt mich, auch wenn er manchmal denkt, dass meine Ideen nicht nur verrückt, sondern auch unsinnig sind. Er liebt mich, obwohl ich so viele Schwächen habe, das man ein Buch damit füllen kann. Er gibt mich niemals auf. Er nimmt mich, wie ich bin. Er liebt mich, weil ich bin.
Familie – das ist mein Sohn. Die Liebe zu ihm droht manchmal, mein Herz zu sprengen.

Familie sucht man sich sehr wohl aus.

Parkplatz

Vor vielen Supermärkten gibt es diese Parkplätze für Eltern mit kleinen Kindern. Sie sind größer, damit man leichter eine Babyschale oder ein Kind aus dem Auto rausnehmen kann. Sie sind auch näher am Eingang. Ein toller Service. Leider finden sich immer wieder Arschlöcher, die meinen, die Plätze wären für sie da. Meistens sind es gesunde, junge Männer, oder Frauen in den Vierzigern, die definitiv KEINE Kinder dabei haben. Offensichtlich wäre es ihnen zu mühsam, ein paar Meter weiter zu gehen – meist gibt es genügend freier Plätze etwas weiter entfernt.

Als ich neulich so einen jungen Typen angesprochen habe, ob er denn wisse, dass er einen Elternparkplatz blockiert, hat er nur mit den Schultern gezuckt. Die „Dame“ auf dem Elternparkplatz daneben hatte auch keine Kinder dabei. Aber das muss man ja verstehen, mit ihren höchstens 45 Jahren wäre der Weg ja sonst zu weit.

Damit das klar ist: mein Kind ist schon zu alt, als dass ich diese Parkplätze nützen würde. Aber ich kann mich noch erinnern, wie dankbar ich war, dass es sie gibt. Leider sind sie nicht, wie die Behindertenparkplätze, gesetzlich geschützt.
Und es werden sich weiterhin Idioten finden, die sie denen, die sie brauchen, wegnehmen.